S - Stuckenberg Fritz

Fritz Stuckenberg

 

Am 16. August 1881, wurde Fritz Stuckenberg in München geboren.

 

1893 zog Fritz Stuckenberg mit seiner Familie in die nördliche Industriestadt Delmenhorst, bei Bremen, wo sein Vater eine Stelle in einem Linoleumwerk übernahm.

 

Nach einem unvollendeten Studium der Architektur und der Kunstwissenschaft,verbrachte Fritz Stuckenberg fünf prägende Jahre von 1907 bis 1913, in Paris. Von dort machte er Ausflüge nach Pont-Aven, sowie in die Provence Cassis und Martigues. Er traf sich oft im "Café Du Dôme" mit anderen Künstlern und stellte in einigen der besten Galerien in Paris aus.

 

Zurück in Deutschland, nahm Fritz Stuckenberg sich einen Wohnsitz in Berlin und traf bald mit Herwarth Walden zusammen und wurde durch ihn in den Sturmkreis integriert. Er freundete sich mit Arnold Topp, Georg Muche, Walter Mehring, und Mynona an.

 

Desillusioniert von Walden, trat Fritz Stuckenberg 1919 dem Arbeitsrat für Kunst, der späteren Novembergruppe, bei. Mehrere "Sturm" Ausstellungen, die Teilnahme an der ersten Dadaistenausstellung in Berlin und die auch die Teilnahme am dritten Bauhaus Portfolio markierten seine Stellung in der Künstlerszene dieser Jahre.

 

In den frühen 1920er Jahren wurden Fritz Stuckenbergs Werke in Deutschland, der Sowjetunion und den USA gezeigt.

 

Eine Krankheit und finanzielle Probleme zwangen Fritz Stuckenberg wieder zu seinen Eltern zurückzukehren. Unter zunehmend schwierigen politischen und persönlichen Umständen entwickelte er konstruktivistische und spiritistische Spätwerke.

 

Alle seine Bilder wurden während der nationalsozialistischen Säuberungen aus deutschen Museen entfernt und teilweise zerstört. In der berüchtigten Ausstellung "Entartete Kunst" wurde 1937 Fritz Stuckenbergs "Straße mit Häusern" von 1921 als ein Beispiel von den Nationalsozialisten gezeigt.

 

Während des Zweiten Weltkriegs zog Fritz Stuckenberg in den Süden Deutschlands. Er starb am 18.Mai 1944 in Füssen, Deutschland, im Alter von 52 Jahren.

 

1993 wurde Fritz Stuckenberg mit dem Wiederbeleben alter Künstler in Berlin, Delmenhorst und Neuss, als Teil der Avantgarde der modernen Kunst wiederentdeckt. Ein Großteil seiner überlieferten Werke sind heute in der Stadtgalerie Delmenhorst zu sehen.



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