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Franz von Stuck

 

Franz von Stuck war ein einflussreicher deutscher Symbolist, Jugendstilmaler, Bildhauer, Graveur und Architekt, geboren am 23. Februar 1863 in Tettenweis bei Griesbach in Niederbayern und Sohn eines Müllers.

 

Franz von Stuck war bekannt für seine Behandlung erotischer und komischer Aspekte mythologischer Themen. Als Kind war er bereits ein begnadeter Karikaturist.

 

Von 1878 bis 1881 besuchte Franz von Stuck die Kunstgewerbeschule in München, wo er besonders von Ferdinand Barth gefördert wurde. Von Stuck besuchte nach dem Abitur die Münchner Schule für angewandte Kunst und wechselte 1881 an die Königliche Akademie der bildenden Künste. Seine Zeichnungen "Allegorien und Embleme", herausgegeben von Gerlach und Schenk in Wien, bescherten ihm bereits 1882 einen Ruf als herausragender Zeichner.

 

Ab 1889 widmete sich Franz von Stuck ganz der Malerei und wurde zu einem gefragten Porträtmaler. Neben einigen frühen Landschaften und zahlreichen Porträts zeichnet sich das Gesamtwerk des Malers vor allem durch mythologische und symbolische Themen aus.

 

Um 1890 wandte sich Franz von Stuck der Bildhauerei zu und fertigte eine Reihe von Statuen und Statuetten an. Das erste größere Werk war 1890 „Der Verwundete Zentaur“.

 

In der Ausstellung "Münchner Secession" von 1893 zeigte Franz von Stuck "Die Sünde" und sorgte für Aufsehen. Als Zweiunddreißigjähriger wurde Franz von Stuck 1895 zum Professor an der Münchner Akademie ernannt. Zu seinen bemerkenswerten Schülern zählten Paul Klee, Hans Purrmann, Wassily Kandinsky und Josef Albers.

 

Franz von Stuck wurde auch Vorstandsmitglied der "Genossenschaft Pan", Herausgeber des Kunstmagazins "Pan", für das er das Cover entwarf.

 

1897 begannen die Bauarbeiten in München an der Villa Stuck in der Prinzregentenstraße. Der Künstler selbst entwarf die Architektur, die Inneneinrichtung und die Ausstattung dafür. Das Ensemble war eines der größten Gesamtkunstwerke seiner Zeit.

 

Das Gebäude, mit dem sich Franz von Stuck im majestätischen Stil der Renaissance ein Denkmal gesetzt hat, wird in der Architektur noch heute als eine herausragende Leistung gefeiert. Die Ausstattung der Villa wurde auf der Pariser Ausstellung 1900 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

 

Franz von Stucks verführerischen weiblichen Akte, in der Rolle der femme fatale, sind ein Paradebeispiel für den populären symbolistischen Inhalt.

 

Franz von Stuck hat die Rahmen für seine Gemälde genauestens beobachtet und sie selbst so sorgfältig mit Tafeln, Goldschnitzereien und Inschriften gestaltet, dass die Rahmen als integraler Bestandteil des Gesamtwerks zu betrachten sind.

 

Franz von Stuck starb am 30. August 1928 in München im Alter von 65 Jahren.


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