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Alfred Sisley

 

Alfred Sisley wurde am 30. Oktober 1839 in Paris geboren und war ein impressionistischer Landschaftsmaler, der den größten Teil seines Lebens in Frankreich verbrachte, obwohl er die britische Staatsbürgerschaft inne hatte.

 

Alfred Sisley war der konsequenteste der Impressionisten in seiner Hingabe, Landschaft im Freien zu malen. Alfred Sisley wich nur selten von der Figurenmalerei ab und stellte fest, dass im Gegensatz zu Renoir und Pissarro, der Impressionismus seine künstlerischen Bedürfnisse erfüllte.

 

1857, im Alter von 18 Jahren, wurde Alfred Sisley nach London geschickt, um eine Karriere in der Wirtschaft zu beginnen, aber er verließ sie nach vier Jahren und kehrte 1861 nach Paris zurück.

 

Ab 1862 studierte Alfred Sisley an der Pariser École des Beaux-Arts und im Atelier des Schweizer Künstlers Marc Charles Gabriel Gleyre, wo er Frédéric Bazille, Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir kennenlernte. Gemeinsam malten sie Landschaften im Freien, um die transienten Effekte des Sonnenlichts realistisch zu erfassen. Ein zu dieser Zeit innovativer Ansatz, der dazu führte, dass Gemälde farbenfroher und breiter gemalt wurden, als die Öffentlichkeit es gewohnt war.

 

Zu Alfred Sisleys wichtigsten Werken gehören eine Reihe von Gemälden der Themse, die um 1874 in Hampton Court entstanden sind, und Landschaften, die Orte in oder in der Nähe von Moret sur Loing zeigen. Die bemerkenswerten Gemälde der Seine und ihrer Brücken in den ehemaligen Vororten von Paris sind, wie viele seiner Landschaften, die von Ruhe gekennzeichnet sind, in blassen Grüntönen, Rosa, Purpur, Staubblau und Creme entstanden. Im Laufe der Jahre nahm Sisleys Ausdruckskraft und Farbintensität immer mehr zu.

 

1897 besuchten Alfred Sisley abermals Großbritannien und heiratete schließlich am 5. August. Das Paar blieb in Penarth, wo Sisley mindestens sechs Gemälde, mit dem Meer und seinen Klippen als Motiv malte. Mitte August zogen sie in das Osborne Hotel in der Langland Bay auf der Halbinsel Gower, wo er elf weitere Ölgemälde malte auch hier wieder Landschaften in und um Langland Bay und Rotherslade Bay. Sie kehrten im Oktober nach Frankreich zurück. Das war Sisleys letzte Reise in sein angestammtes Heimatland.

 

Im folgenden Jahr beantragte Alfred Sisley die französische Staatsbürgerschaft, was aber abgelehnt wurde. Ein zweiter Antrag wurde gestellt und durch einen Polizeibericht unterstützt, aber eine Krankheit ergriff ihn und so blieb Sisley bis zu seinem Tod Britte.

 

Alfred Sisley starb am 29. Januar 1899 in Moret sur Loing im Alter von 59 Jahren, wenige Monate nach dem Tod seiner Frau.



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