S - Schwind M. von

Moritz von Schwind

 

Moritz von Schwind wurde am 21. Januar 1804 in Wien geboren.

 

Moritz von Schwind war ein führender frühromantischer Schilderer eines idealisierten Österreichs und Deutschlands. Er portraitierte sehr gerne Ritter, aber auch Burgen und zeigte immer wieder gerne den provinziellen Charme seiner Zeit.

 

Schwind war in seiner Jugend so etwas wie ein Bohemien. Er trat dem Freundeskreis des Komponisten Franz Schubert bei, der für einige Zeit bei ihm wohnte, den er auch malte. Wie Schubert, wurde auch ihm, in seiner Geburtsstadt nicht die gebührende Anerkennung zu teil, weshalb er finanziell oft am Rande der Existenz lebte. Nicht selten lässt er anschreiben und versuchte mit seinen Arbeiten, seinen Rückstand zu begleichen. So malte er einst ein Schild für ein Kaffeehaus.

 

Nach einem Anfall von Verzweiflung und mit der Ermutigung des Malers Julius Schnorr von Carolsfeld, zog Moritz von Schwind 1828 nach München, wo seine Arbeiten schnell hohe Preise erzielten.

 

1847 wurde Moritz von Schwind Professor an der Münchner Akademie und malte eine Reihe von historischen Karikaturen für die berühmte Wartburg und ein Triptychon für die Frauenkirche in München.

 

Auf seinen Reisen in das Ausland folgte ein großer Auftrag, welcher darin bestand, die Fenster der Glasgower Kathedrale zu bemalen.

 

Moritz von Schwind ist jedoch am ehesten für seine Bilder von Hochzeitsreisenden, Abschiedsbesuchern, grüßenden Wanderern und dergleichen bekannt. Sentimentalität wird hier durch echte Lyrik, solider Handwerkskunst und einem Gespür für präzise Details ins Leben gerufen.

 

In letzten Jahre seines Leben erhielt Schwind mehr Aufträge, als er bewältigen konnte. Diese Periode war von den Folgen und durch die Sorgen wegen des Deutsch-Französischen Krieges, in dem zwei seiner Neffen an einem Tag starben, stark beeinflusst.

 

Moritz von Schwind  starb 8. Februar 1871 in München im Alter von 67 Jahren.



Sie finden hier 8 Gemälde von Moritz von Schwind