Redon Odilon

Odilon Redon

 

Odilon Redon geboren als Bertrand Jean Redon war der Sohn einer wohlhabenden Familie in Bordeaux.

 

Odilon Redons Spitzname war eine Ableitung des Vornamens seiner Mutter, Odile, die eine französisch, kreolische Frau aus Louisiana war. Wegen seiner schlechten Gesundheit, vielleicht wegen der Epilepsie, wurde Redon der Obhut seines Onkels anvertraut und wuchs in Peyrelebade, in der Medoc-Region von Frankreich auf, dem Weingut der Familie.

 

Odilon Redons Kindheit war einsam, und er beschrieb Tage, die damit verbracht wurden, "den Wolken zuzusehen, die mit unendlichem Vergnügen der magischen Helligkeit ihrer flüchtigen Variationen folgten". Redon bezeichnete sich jedoch auch selbst als trauriges und schwaches Kind, das die Schatten suchte. Er schrieb: "Ich erinnere mich, dass ich eine tiefe und ungewöhnliche Freude daran hatte, mich unter den großen Vorhängen und in den dunklen Ecken des Hauses zu verstecken." Diese Note von Melancholie und Pessimismus wird in seiner Kunst ihren Ausdruck finden, besonders in seinen mysteriösen, symbolistischen Werken.

 

Odilon Redon ist einer der wichtigsten und originellsten aller symbolistischen Künstler. Seine visionären Arbeiten betreffen die Welt der Träume und der Fantasie. Bekannt wurde er vor allem durch seine Noir-Serie, monochrome Kompositionen, wo er die expressiven und suggestiven Kräfte der Farbe Schwarz ausnutze.

 

Mit seinen Lithografien schaffte Odilon Redon es ein immer größeres Publikum anzuziehen. Später begann Redon, sich langsam einer bunteren Palette anzunähern, so dass seine Pastelle und Ölgemälde farbenprächtiger wurden, die hauptsächlich aus Porträts und Blumenstillleben bestehen.

 

Odilon Redons Begegnung mit den Nabis führte ihn zu einer dekorativen Ästhetik, und seine späten Werke beinhalten Japonismus, sowie eine Vorliebe für flache, abstrakte Muster und dekorative Ensembles.

 

Odilon Redon hatte einen enormen Einfluss auf die Kunst seiner Zeitgenossen, wie Paul Gauguin, aber auch auf moderne Künstler wie Marcel Duchamp.

 

Im Jahr 1903 wurde Odilon Redon die „Legion of Honor“ verliehen. Seine Popularität nahm zu, als André Mellerio 1913 einen Katalog mit Radierungen und Lithographien herausgab.

 

Odilon Redon starb am 6. Juli 1916 in Paris.

 

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