Moser Koloman

Koloman Moser

 

Koloman Moser wurde am 30 März, 1868, in Wien geboren. Er studierte von 1885 bis 1892 Design und Malerei, an der Wiener Akademie der Bildenden Künste.

 

1886 studierte Koloman Moser auch Malerei an der Allgemeinen Malerschule, anschließend, von 1893 und 1895, Grafikdesign an der Wiener Kunstgewerbeschule. Ab 1899 lehrte Moser dort selbst, ein Jahr später dann auch als Professor.

 

Ab 1895 arbeitete Koloman Moser als freiberuflicher Grafikdesigner. Intensiv auf die fortschrittlichen Kunsttrends seiner Zeit ausgerichtet, beschäftigt sich Moser mit allen Bereichen der dekorativen und angewandten Kunst, entwarf Möbel, Glasobjekte und Schmuck sowie Lederwaren, Textilien, Buchbindereien und sogar Spielzeug.

 

Neben Josef Hoffmann, Otto Wagner, Adolf Loos, Joseph Maria Olbrich und Gustav Klimt war Koloman Moser 1897 Mitbegründer der "Wiener Sezession", einer Gruppe von Künstlern, die sich aus Protest, aus der akademischen Kunstszene, der Kunsthalle Wien lösten.

 

Die Wiener Sezession wurde nach den Vorbildern in Berlin und München errichtet. Koloman Moser wurde außerdem Redakteur der Zeitschrift "Ver Sacrum", zu der er zahlreiche eigene Arbeiten und Entwürfe beisteuerte.

 

Im Jahr 1904 verließ Moser die Sezession nach Meinungsverschiedenheiten mit der so genannten Klimt-Fraktion. Zusammen mit Josef Hoffmann und dem wohlhabenden Banker, Fritz Wärndorfer, gründete Moser 1903 die "Wiener Werkstätte".

 

Die Wiener Werkstätte umfasste alle Bereiche des Handwerks und des Designs. Außerdem arbeiteten die Designer unter sehr humanen Bedingungen, welche für die damalige Zeit vorbildlich waren. Die erstellten Objekte der Wiener Werkstätte tragen nicht nur die Handschrift des Designers, sondern auch die des Handwerkers, der sie ausgeführt hat. Dies zeigt, dass die Wiener Werkstätte nach dem Grundsatz arbeitete, Kunst und Handwerk gleichzustellen. Gleichzeitig wurden sehr hohe Qualitäts- und Materialstandards eingehalten.

 

Koloman Mosers Arbeiten sind von einer strengen Geometrie geprägt, wie das für seine Entwürfe typische, schwarzweiße Raster zeigt. Darüber hinaus zeichnen sich seine Entwürfe, trotz der anspruchsvollen Konstruktion, auf der sie oft basieren, durch eine Klarheit aus.

 

Koloman Moser starb am 18. Oktober 1918 in Wien, im Alter von 50 Jahren.


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