Malevich Kazimir

Kasimir Malewitsch

 

Kasimir Malewitsch wurde am 23. Februar 1879 im damaligen Russland geboren, seine Familie ist jedoch polnischer Abstammung, die sich in der Nähe von Kiev niederließ.

 

Kasimir Malewitschs Eltern, Ludwika und Seweryn Malewicz, waren römisch-katholisch, wie die meisten ethnischen Polen, obwohl sein Vater orthodoxe Gottesdienste besuchte. Beide waren nach dem gescheiterten polnischen Januaraufstand von 1863 gegen die zaristische Armee aus den ehemaligen Ostgebieten des Commonwealth nach Kiew geflohen.

 

Kasimir Malewitschs Muttersprache war polnisch, in der Öffentlichkeit wurde aber ukrainisch gesprochen. Kasimir Malewitsch beherrschte aber beide Sprachen hervorragend, so dass er später sogar einige Artikel über Kunst auf ukrainisch schrieb.

 

Kazimirs Vater leitete eine Zuckerfabrik. Kasimir Malewitsch war das erste von vierzehn Kindern, von denen nur neun das Erwachsenenalter erreichten. Seine Familie zog oft um und deshalb verbrachte er die meiste Zeit seiner Kindheit in den Dörfern der Ukraine, inmitten von Zuckerrübenplantagen, weit entfernt von Kulturzentren.

 

Bis zum Alter von zwölf Jahren wusste Kasimir Malewitsch nichts von professionellen Künstlern, obwohl ihn die Kunst in der Kindheit umgeben hatte. Er erfreute sich an Bauernstickerei, an dekorierten Wänden und Öfen.

 

Schon mit 13 Jahren begann Kasimir Malewitsch die Natur unter freiem Himmel zu malen und später sollte er von 1895 bis 1896 Malerei in Kiew studieren. Er musste die Schule bereits nach einem Jahr verlassen, weil die Familie abermals umzog. Diesmal nach Kursk, weil dem Vater eine neue Stelle in der Verwaltung einer Eisenbahngesellschaft angeboten wurde. Vor Ort fand er andere Freiluftmaler, dessen Gruppe er sich anschloss und sein Handwerk autodidaktisch verbesserte.

 

Nach dem Tod seines Vater ging Kasimir Malewitsch nach Moskau und studierte dort, von 1904 bis 1910 an der Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur und im Studio von Fedor Rerberg.

 

Im Jahr 1911 nahm Kasimir Malewitsch an der zweiten Ausstellung der Gruppe in St. Petersburg teil. Zu dieser Zeit waren seine Arbeiten von den russischen Avantgardemalern Natalia Goncharova und Mikhail Larionov beeinflusst, die sich besonders für die russische Volkskunst interessierten.

 

Es folgten eine Reihe wichtiger Werk, Kasimir Malewitsch besuchte Berlin und Dessau und verschrieb sich dem Neoklassizismus.

 

Kasimir Malewitsch starb am 15. Mai 1935 in Leningrad.


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