M - Makart Hans

 

Hans Makart

 

Hans (Johann Evangelist Ferdinand Apolinaris) Makart, wurde am 28. Mai 1840 als Sohn eines Kammerherrn am Schloss Mirabell in Salzburg geboren.

 

Nach einem kurzen Studium an der Kunstakademie in Wien wurde er von Karl Theodor von Piloty in München (1860-1865) ausgebildet und reiste unter anderem auch nach London, Paris und Rom, um zu studieren. 1868 oder 1869 heiratete Hans Makart Amalie Franziska Roithmayr aus München. Sie hatten zwei Kinder, Hans und Grete. Unglücklicherweise starb Amalie jung 1873.

 

Hans Makart kehrte 1869 nach Wien zurück, nachdem Prinz Von Hohenlohe ihn mit einer alten Gießerei in der Gusshausstrasse 25 versorgte, um es als Studio zu verwenden. Hans Makart verwandelte es allmählich in einen imposanten Platz voll mit Skulpturen, Blumen, Musikinstrumenten, Requisiten und Schmuckstücken, den er pflegte, um eine klassische Umgebung für seine Porträts, hauptsächlich von Frauen, zu schaffen. Schließlich sah sein Studio wie ein Salon aus und wurde ein gesellschaftlicher Treffpunkt in Wien. Cosima Wagner beschrieb es als ein 'Wunder der dekorativen Schönheit, eine erhabene Rumpelkammer'.

 

Hans Makart wurde berühmt wegen seiner farbenreichen Geschichtsbilder und genoss 1879 seine schönste Stunde mit seinem Bild des Umzugs zu Ehren vom Silberhochzeit des Kaisers Franz-Joseph und seiner Frau Elisabeth (besser bekannt als Sisi). In demselben Jahr wurde Hans Makart Professor an der Akademie. 1881 heiratete er seine zweite Frau, die Tänzerin Bertha Babitsch (auch bekannt als Bertha Linda). Diese Ehe wurde jedoch von der Wiener Gesellschaft nicht akzeptiert.

 

Hans Makart entwarf auch Möbel und Einrichtungen. 1882 bestellte Kaiser Franz-Joseph für seine Kaiserin die Hermes Villa in Lainz (in der Nähe von Wien). Die Schlafzimmer-Dekoration sollte nach dem Sommernachtstraum von Shakespeare gestaltet werden. Hans Makart entwarf eine faszinierende Traumwelt, die noch in der Hermes Villa als großes Bild (1882) besteht. Leider wurde Hans Makarts Design nach seinem frühen Tod, am 3. Oktober 1884 nie realisiert.

 

Um die Zukunft seiner kleinen Kinder zu sichern, wurde seine Sammlung von Antiquitäten und Kunstgegenständen vom Kunsthändler H.O. Miethke für die Versteigerung zusammengestellt. Sie bestand aus 1083 Stücken.



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