Loiseau Gustave

Gustave Loiseau

 

Gustave Loiseau wurde am 3. Oktober 1865, in Paris geboren. Gustave Loiseau wuchs in Paris und in Pontoise auf.

 

Gustave Loiseaus Eltern besaßen eine Metzgerei und konnten ihm keine Ausbildung finanzieren. Er absolvierte daher zuerst eine Lehre als Dekorateur, bei einem Freund der Familie.

 

Aber das Vermächtnis seiner Großmutter erlaubte es Gustave Loiseau schließlich dann doch, sich auf die Malerei zu konzentrieren. So schrieb er sich an der École des Arts décoratifs ein, wo er das Zeichnen erlernte, beziehungsweise erlernen wollte. Ein Jahr später kam es zu einem Streit mit seinem Lehrer und er verließ die Schule.

 

Während seiner Tätigkeit als Dekorateur, gestaltete Gustave Loiseau die Wohnung des Landschaftsmalers Fernand Quigon. Er beendete seine Ausbildung an der École des Arts décoratifs und bat Quignon ihn in der Malerei zu unterrichten.

 

1890 ging Gustave Loiseau zum ersten Mal nach Pont-Aven in der Bretagne und befreundete sich mit den dortigen Künstlern, insbesondere mit Paul Gauguin und Émile Bernard. Nachdem er mit dem Pointillismus experimentiert hatte, wandte er sich dem Post-Impressionismus zu und malte Landschaften direkt in der Natur. Seine Technik, die als Kreuzschraffur bekannt ist, gab seinen Werken eine besondere Qualität und machte ihn bekannt.

 

Gustave Loiseaus Gemälde, die seine Leidenschaft für die Jahreszeiten offenbarten, zeigen Motive, wie einen Frühlingsanfang, aber auch die Ernte im Herbst. Motive wurden mitunter sehr oft wiederholt. Solche Serienarbeiten, zu denen auch Klippen, Häfen oder Kirchen gehörten, erinnern an die Arbeit von Claude Monet.

 

Obwohl Gustave Loiseau nicht viele Porträts vollendet hat, malte er oft Menschen bei der Arbeit. So zum Beispiel Hafenarbeiter mit ihren Booten, Dorfbewohner, die einen Sonntagsgottesdienst in der Bretagne besuchten, aber auch Kutschen in Paris, die über den Place de la Bastille fahren.

 

Gustave Loiseau ist auch für seine Gemälde vieler Pariser Straßen, wie der Rue de Clignancourt oder der Avenue de Fiedland bekannt. Ab den 1920er Jahren malte er viele Stilleben. Sein Gesamtansatz war, Szenen so aufrichtig wie möglich darzustellen, anstatt diese mit irgendeiner Theorie zu verbinden.

 

Gustave Loiseau starb am 10. Oktober 1935in Paris



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