Liebermann Max

Max Liebermann

 

begann schon im Alter von neun Jahren, seine unmittelbare Umgebung auf Papier zu bannen. Als der berühmte Berliner Maler Carl Steffeck Zeichnungen des Fünfzehnjährigen sah, empfahl er, dass das Talent des Jungen so weit wie möglich - sehr gegen die Vorstellungen seiner Eltern, gefördert werden sollte.

 

Steffeck gab Max Liebermann seine ersten Zeichenlehre und ermunterte ihn dazu, die Weimar Akademie zu besuchen. Liebermann studierte in Weimar drei Jahren bis 1872.

 

Eine Reise nach Düsseldorf 1871 brachte den jungen Künstler zu Mihály Munkácsy, einen ungarischen Maler, der hier lebte. Max Liebermann begeistert sich am Realismus Munkácsys. Noch unter diesem Eindruck malte Max Liebermann sein erstes großes Bild, 'Die Gänserupferinnen'. Der unverfälschte Realismus dieser Arbeit, die von den Kritikern abgelehnt wurde, sollte typisch für die Kunst von Max Liebermann werden.

 

Er verbrachte die Jahre 1873 bis 1878 in Paris in der Künstler-Kolonie von Barbizon. Hier studierte Max Liebermann die Kunst von Millet, dessen Bilder von Landarbeitern einen starken Einfluss auf ihn hatten.

 

Ein erster Aufenthalt in Holland 1871 wurde von regelmäßigen Reisen dorthin gefolgt, wo er passende Motive für seine wichtigsten Arbeiten entdeckte. Seine Bemühung, das Leben und die Arbeit des einfachen Mannes in einer anspruchslosen Einfachheit in die Bereiche der Kunst zu erheben, wurde nicht allgemein akzeptiert. Max Liebermann kämpfte ständig um Akzeptanz. Erst nachdem er sich Motiven und Szenen des bürgerlichen Lebens zuwendet, wird er der berühmte und gesuchte Maler des liberalen Bürgertums der Jahrhundertwende.

 

Max Liebermann verbrachte die Jahre 1878 bis 1884 in München und kehrte dann 1884 in seine Heimatstadt Berlin zurück.

 

Max Liebermann war eine wichtige Persönlichkeit, nicht nur als Künstler sondern auch als Kunstpolitiker. Anfang 1892 war er Mitglied der 'Ersten Sezession Deutschland', einer Organisation, bei der er in Berlin von 1898 bis 1911 den Vorsitz führte. Seine Heimatstadt ehrte Max Liebermann , indem sie ihn zum Professor an der Königlichen Akademie der Künste ernannte.

 

Später, von 1920 bis 1932, war Max Liebermann Präsident der Preußische Akademie der Künste.

 

Max Liebermann zog sich in den letzten Jahren seines Lebens von der politischen Welt zurück. Er wurde 1934 ernstlich krank und starb drei Monate später einsam in seiner Berliner Wohnung.

 

Als Max Liebermann kurz vor seinem Tod einen Aufmarsch der SA in Berlin beobachtete, tat er den bekannten Ausspruch: "Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte!"

 

Hier finden Sie 275 Gemälde von Max Liebermann