Gagnon Clarence

Clarence Gagnon

 

Clarence Gagnon wurde am 8. November 1881, in Montreal in Kanada geboren und ist am besten für seine ländlichen Landschaftsgemälde aus Quebec und den Illustrationen zu Louise Hémons Roman „Maria Chapdelaine“ bekannt. Gagnon war zusätzlich auch ein preisgekrönter Druckgrafiker, ein Berufsfeld, welches er mit großer Passion erfüllte und aktiv förderte.

 

Gagnons Mutter förderte sein frühes Interesse am Zeichnen und trotz des Wunsches seines Vaters, dass er in die Wirtschaft gehen solle, begann er 1897, im Alter von 16 Jahren, unter William Brymner, bei der Kunstvereinigung von Montreal zu Zeichnen und zu Malen.

 

Clarence Gagnons frühe Bilder ländlicher Themen zogen das Interesse und die nachfolgende Schirmherrschaft des Geschäftsmannes und Sammlers James Morgan aus Montreal auf sich. Mit einem monatlichen Stipendium konnte Gagnon von 1904 bis 1905 nach Europa reisen, um an der Académie Julian, in Paris, unter Jean-Paul Laurens studieren. Gagnon zeichnete sich schon früh in seiner Karriere durch die Qualität seiner Gravuren aus und gewann eine Auszeichnung für seine Arbeit, im Salon „De la Société des Artistes Français“ im Jahr 1905.

 

In Paris traf Clarence Gagnon auch andere kanadische Maler, wie James Wilson Morrice, mit dem er gemeinsam skizzierte. Gagnon nahm Morrices Malweise schnell an. 1908 kehrte Gagnon nach Kanada zurück und ließ sich in der Region Baie Saint Paul, in Charlevoix nieder, die zu seinem bevorzugten Skizziergebiet wurde. Seine Zuneigung zum französisch kanadischen Leben zeigt sich in seiner Darstellungen des Lebens in der Stadt.

 

Obwohl Clarence Gagnon für einen Großteil seiner Karriere, ein Atelier in Paris, betrieb und unterhielt, verlor er nie seine Liebe zu der Region Charlevoix im Osten von Quebec, die viele seiner Gemälde als Thema enthalten.

 

Von 1909 bis 1914 zog Clarence Gagnon zwischen Kanada, Frankreich und Norwegen umher und arbeitete stets die Skizzen aus, die er in Quebec angefertigt hatte. Seine Karriere erreichte einen Wendepunkt, als der Pariser Kunsthändler Adrien M. Reitlinger ihm eine Ausstellung in seiner Galerie in Montparnasse anbot. Nach der Pariser Show von 1913 malte Gagnon die kanadische Landschaft fast ausschließlich im Winter.

 

Von 1924 bis 1936 lebte Clarence Gagnon noch einmal in Paris. 1936 kehrte Gagnon dann aber nach Kanada zurück, wo er am 5. Januar 1942, im Alter von 61 Jahren starb.

 

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