E-F - Faistauer Anton

Anton Faistauer

 

Anton Faistauer, ein österreichischer Maler, wurde am 14. Februar 1887 im Salzburgischen St. Martin bei Lofer geboren. Er entstammte einer Bauernfamilie, ursprünglich war es sein Wunsch, Geistlicher zu werden.

 

Die meiste Zeit seiner Jugend verbrachte der junge Faistauer in Maishofen. Während er das Gymnasium in Bozen besuchte, wandte er sich der Malerei zu. Aus diesem Grund besuchte er im Zeitraum von 1904 bis 1906 die Wiener Privatschule der Malerei unter R. Scheffer.

 

Ab 1906 studierte Anton Faistauer an der Wiener Akademie unter Griepenkerl und Delug, die er bis 1909 besuchte.

 

Aus Protest gegen den konservativen Betrieb der Kunst gründete Anton Faistauer 1909, gemeinsam mit Franz Wiegele, Egon Schiele, Anton Kolig und Robin Christian Andersen, der sein späterer Schwager wurde, die Neukunstgruppe.

 

Von 1909 bis 1912 unternahm Anton Faistauer zudem Reisen nach Berlin, Oberitalien und ins italienische Tessin.

 

1909 bis 1910 stellte die Gruppierung erstmals aus, im Kunstsalon Pisko. Später folgten weitere Ausstellungen in Wien, Dresden, Köln, Budapest, München und Rom.

 

1913 heiratete Anton Faistauer die Schwester seines Malerkollegen Andersen, Ida Andersen, mit der er einen Sohn hatte. Aufgrund des Krieges siedelte er 1915 mit seiner Familie nach Maishofen zurück.

 

1916 bis 1918 absolvierte er seinen Kriegsdienst im Heeresmuseum der k.u.k.-Monarchie, aufgrund seiner Untauglichkeit. Hier organisierte er Kriegsbilderausstellungen, gemeinsam mit seinem Kollegen Egon Schiele. Zudem konnte er sich auf der künstlerischen Ebene hier wieder frei entfalten.

 

Am 3. August 1919 verstarb seine Frau Ida. Bereits 1921 schloss Anton Faistauer eine zweite Ehe mit der Emilie Ehrenberger, drei Jahre später kam sein zweiter Sohn zur Welt.

 

In den nächsten Jahren beteiligte Anton Faistauer sich an mehreren Ausstellungen der Wiener Secession. Aufgrund von Lungen- und Magenleiden hielt er sich 1924 bis 1925 vermehrt in Bozen auf, um diese Leiden zu behandeln.

 

Seine zweite Ehe scheiterte, später lebte Anton Faistauer gemeinsam mit Gudrun Krippl.

 

1927, nach dem Ausmalen des Salzburger Festspielhauses mit mehreren Fresken, zog Anton Faistauer nach Wien. In den kommenden Jahren reiste er nach Venedig, Palermo, Genua, Taormina und Neapel. Auf diesen Reisen ließ er mehrfach Veduten entstehen, die von einem tragischen Ton begleitet waren. Diese geben Aufschluss über seine existenzielle Persönlichkeitskrise.

 

Anfang 1930 erlitt Anton Faistauer eine schwere Magenblutung, die eine Operation notwendig machte. Am 13. Februar dieses Jahres verstarb Anton Faistauer durch die Folgen. Er wurde am Maishofener Friedhof beigesetzt.



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