Delaunay Robert

Robert Delaunay

 

Am 12. April 1885 wurde Robert Delaunay unter dem Namen Robert Victor Félix Delaunay in Paris geboren. Er war französischer Maler und der Avantgarde angehörig, außerdem verfasste er kunsttheoretische Schriften.

 

Robert Delaunay war Sohn von Georges Delaunay, einem Geschäftsmann und Berthe-Félice de Rose, einer Gräfin. Seine Eltern reichten 1889 die Scheidung ein, Robert wurde von seiner Tante Marie und ihrem Mann Charles Damour auf einem Landsitz in der Nähe von Bourges aufgenommen.

 

Aufgrund mangelnder Leistungen musste Robert Delaunay die Oberschule verlassen und absolvierte ab 1902 eine zweijährige Lehre in Dekorations- und Bühnenmalerei in Belleville.

 

Ab 1903 malte Robert Delaunay in der Bretagne, schon ein Jahr später wurden erste Gemälde von Delaunay ausgestellt.

 

1904 und 1906 stellte Robert Delaunay im Salon d‘Automne aus, 1904 bis 1914 auch im Salon des Indépendants. 1905 ließ er sich vom farbkräftigen Stil des Fauvismus inspirieren, ab diesem Jahr studierte er auch die Farbtheorien des Michel-Eugène Chevreul.

 

Ab 1907 diente Robert Delaunay als Bibliothekar in der französischen Stadt Laon beim Militär. Ein Jahr darauf wurde er wegen Herzfunktionsstörungen als untauglich ausgemustert. Daraufhin kehrte er nach Paris zurück.

 

Ab etwa 1909 wandte Robert Delaunay sich dem Kubismus zu. Seine bekannte Fenster-Serie, welche, durch ein Fenster gesehen, den Eiffelturm zeigen, entstanden im ersten Teil 1909 und wurden ab 1920 fortgesetzt.

 

1908 lernte Robert Delaunay den Galeristen Wilhelm Uhde und dessen Ehefrau, die Künstlerin Sonia kennen. Nach deren Scheidung heiratete Delaunay Sonia.

 

Anfang 1911 wurde ihr gemeinsamer Sohn, Charles Delaunay, geboren. Auch lernte Delaunay 1911 Wassily Kandinsky kennen. Noch im selben Jahr schloss er sich der Gemeinschaft des Blauen Reiters an. Bei der ersten Ausstellung des Blauen Reiters war Delaunay der erfolgreichste unter den teilhabenden Künstlern, er konnte drei von vier ausgestellten Werken verkaufen.

 

Ab 1912 wandte Robert Delaunay sich stark der reinen Farbmalerei zu. Er schuf einige Synchromie-Werke, die durch ihre Kreisformen geprägt sind.

 

1914, zu Beginn des Krieges, hielt Robert Delaunay sich mit seiner Familie in Spanien auf. Sie beschlossen, die Rückkehr nach Frankreich vorerst nicht anzutreten. 1915 zogen sie für zwei Jahre nach Portugal.

 

Robert Delaunay wurde einberufen, später zum Fahnenflüchtigen erklärt und im Juni 1916 vom Konsulat des Staates Frankreich in Spanien als kriegsuntauglich eingestuft.

 

1921 zogen sie nach Frankreich zurück, wo Robert Delaunay sich mit späteren Anhängern des Surrealismus anfreundete.

 

Ab 1930 setzte Robert Delaunay nach einer langen Unterbrechung seine Arbeit mit den abstrakten Kreisformen fort.

 

1931 schlossen Robert Delaunay und seine Frau sich der Künstlergruppierung Abstraction-Création an.

 

1940 zog das Paar aufgrund der Besetzung Frankreichs durch das Deutsche Reich zuerst in die Auvergne, später in den Süden Frankreichs, nach Mougins.

 

Am 25. Oktober 1941 verstarb Robert Delaunay in Montpellier an Krebs.



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