Delacroix Eugène

Eugène Delacroix

 

Eugène Delacroix wurde am 26. April 1798 in einem Pariser Vorort, Charenton-Saint-Maurice, geboren.

 

Eugène Delacroix gilt bis heute als einer der bedeutendsten Maler Frankreichs und zudem als Wegbereiter für den Impressionismus. Dafür verantwortlich war seine Lebhaftigkeit, seine Vorstellungskraft und sein überaus großzügiger Umgang mit den gewählten Farben.


Eugène Delacroix war bekannt dafür, mit seinen jährlich im Pariser Salon ausgestellten Gemälden Aufsehen zu erregen und durch deren leidenschaftlichen Inhalte nicht selten zu schockieren.

 

Die Mutter von Eugène Delacroix entstammte einer großen Kunsttischlerfamilie, Eugènes Vater war Mitglied der Revolutionsregierung Frankreichs, bis 1797 sogar Außenminister. Während sein Vater als Botschafter in Holland arbeitete, wurde Eugène Delacroix geboren.

 

Es gibt jedoch gewichtige Hinweise, dass der Vater von Eugène Delacroix tatsächlich Charles Maurice de Talleyrand gewesen sein sollte. Diese Vermutungen werden durch die physiognomische Ähnlichkeit, sowie der momentanen Zeugungsunfähigkeit durch ein venerisches Gebrechen des nominellen Vaters Eugène Delacroixs unterstützt.

 

Wenige Monate nach der Geburt von Eugène Delacroix zog die Familie nach Bordeaux. Alexandre Dumas, ein späterer Freund von Delacroix, berichtet, dass Eugènes Kindheit ereignisreich verlief. Sein musikalisches Talent fiel bereits früh auf.

 

1805 verstarb Eugène Delacroixs Vater, kurz darauf zog die Familie nach Paris zurück. Dort besuchte er das Lycée Imperial und entwickelte eine Vorliebe für Literatur. Die Ferien verbrachte der junge Eugène Delacroix in einem gotischen Kloster in der französischen Normandie, wo ihn die Ruinen so sehr beeindruckten, dass er dort mit dem Malen begann.

 

1814 starb auch seine Mutter, Eugène Delacroix zog zu seiner Schwester. Aufgewühlt durch die Beobachtung der Anfertigung von Géricaults Floß der Medusa, malte er die Barke nach Dantes Göttlicher Komödie.

 

1822 reichte Eugène Delacroix dieses Werk im Salon ein. Es war sehr unkonventionell und erreichte so große Aufmerksamkeit. Letztendlich erwarb der Staat das Bild, welches im Palais du Luxembourg aufgehängt wurde.

 

Später fühlte Eugène Delacroix sich zur Romantik hingezogen. Er arbeitete sich zum führenden Maler der damaligen Romantik. 1831 schuf er das Gedenkwerk zur Julirevolution, Die Freiheit führt das Volk. Damit festigte er seine Führerrolle unter den Malern.

 

Im Alter zog Eugène Delacroix sich immer mehr zurück. Er wurde mit vielen großen Ehren bedacht. 1855 wurde ihm auf der Weltausstellung in Paris eine Retrospektive gewidmet und er wurde mit der großen Ehrenmedaille, der Grand Médaille-d‘Honneur ausgezeichnet. 1857 wurde er Ehrenmitglied der École des Beaux-Arts, an die er auch 1859 sein letztes Werk schickte.

 

Viele Jahre später, am 13. August 1863, verstarb Eugène Delacroix an einer chronischen Halsentzündung in Paris.

 


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