Corinth Lovis

Lovis Corinth

 

Lovis Corinth, ein deutscher Grafiker, Zeichner und Maler, wurde am 21. Juli 1858 im ostpreußischen Tapiau geboren.

 

Neben Oppler, Liebermann und Slevogt zählt Lovis Corinth zu den einflussreichsten und wichtigsten Repräsentanten des deutschen Impressionismus. Die spät entstandenen Werke weisen auch Einflüsse des Impressionismus auf.

 

Lovis Corinth war Sohn und das einzige Kind des Heinrichs und der Hermine Corinth, die eine Gerberei und einen großen landwirtschaftlichen Betrieb besaßen. Mütterlicherseits hatte Lovis Corinth fünf Halbgeschwister, mit welchen er gemeinsam aufwuchs.

 

Lovis Corinth besuchte das Kneiphöfische Gymnasium im ostpreußischen Königsberg, währenddessen er bei seiner Tante lebte. Nach dem Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges zogen ab 1870 auch mehrere Soldaten in die Wohnung seiner Tante ein.

 

1873 verstarb seine Mutter, Lovis Corinth kehrte auf den Hof seiner Eltern zurück. Später wuchs in ihm der Wunsch heran, Maler zu werden. Dies beschrieb er auch in seiner Autobiografie.

 

Lovis Corinths Vater verkaufte das Tapiauaner Anwesen und zog gemeinsam mit Lovis nach Königsberg, wo er eine Malerausbildung besuchen konnte. Lovis Corinth besuchte in Königsberg die Kunstakademie , wo er unter seinem Lehrer und Mentor Otto Günther die Grundlagen der Malerei lernte.

 

Lovis Corinths eigene Arbeiten konzentrieren sich hauptsächlich auf Porträts und Landschaftsbildnisse. Auf Empfehlung Günthers ging Lovis Corinth 1880 an die Kunstakademie in München, welche damals neben Paris als das bedeutendste Zentrum der Malerei galt. Hier schloss Lovis Corinth sich der naturalistischen Strömung an und erlernte die Aktmalerei.

 

1882 unterbrach Lovis Corinth sein Studium und leistete bis 1883 seinen Militärdienst ab. Später ging er mit seinem Vater auf Reisen, hauptsächlich nach Italien. Mit Ende der Reise nahm er das Studium wieder auf.

 

Ab 1892 entsprangen Lovis Corinths Pinsel eine Reihe an Gemälden, die Schlachthausszenen zeigten. Diese Werke konnten Kritiker überzeugen. Erst 1895 schaffte Lovis Corinth das erste Werk, das er überhaupt verkaufen konnte, die Kreuzabnahme, für die er auch eine Goldmedaille erhielt.

 

1900 fertigte Lovis Corinth die Salome an, welches von der Münchner Sezession aber abgelehnt wurde. Durch diese Enttäuschung bestärkte sein Vorhaben, München zu verlassen, im Herbst 1901 zog Lovis Corinth nach Berlin. Hier eröffnete er eine eigene Malschule, welche zu einem einschlagenden Erfolg wurde.

 

In den kommenden Jahren widmete Lovis Corinth sich auch Bühnenbildern für das Berliner Theater.

 

1904 heiratete Lovis Corinth nach drei Jahren Bekanntschaft seine erste Schülerin, Charlotte Berend. Lovis Corinth selbst erlangte immer größere Bekanntheit und nahm an unzähligen Ausstellungen teil.

 

1921 wurde Lovis Corinth von der Albertus-Universität in Königsberg die Ehrendoktorwürde verliehen. Bis zu seinem Tod am 17. Juli 1925 vollendete er seine Autobiografie, erstellte noch einige große Werke und arbeitete erneut für das Theater.

 

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