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Arnold Böcklin

 

Arnold Böcklin wurde am 16. Oktober 1827, in Basel in der Schweiz geboren. Seine Eltern waren Christian Friedrich Böcklin und Ursula Lippe, welche ihn nach einer Figur aus Friedrich Schillers Stück Wilhelm Tell benannten.

 

Arnold Böcklins Eltern stammten beide aus dem Norden der Schweiz. Sein Vater war Seidenhändler, eine Wanderarbeit, die vielleicht Böcklins Interesse am Reisen beeinflusste.

 

Schon früh verließ Arnold Böcklin die Schweiz und studierte von 1845 bis 1847 Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie unter der Anleitung des Landschaftsmalers Johann Wilhelm Schirmer. Böcklin studierte auch bei dem romantischen Maler Carl Friedrich Lessing und wurde in die Arbeit der Nazarener Bewegung eingeführt.

 

Während seiner Zeit in Düsseldorf schuf Arnold Böcklin mehrere Gemälde der Schweizer Alpen. Beeinflusst von seinen Lehrern an der Akademie und von Künstlern wie Caspar David Friedrich, spielte er mit dramatischen Schatten- und Farbeffekten, um den expressiven Charakter der Landschaft hervorzuheben.

 

Arnold Böcklin war vielleicht der bedeutendste nordeuropäische Maler der symbolistischen Bewegung, dessen Hauptstützpunkte in Frankreich, Russland und Belgien lagen. Während andere Maler dieser Schule wie Gustave Moreau und Odilon Redon ihre allegorischen Werke mit einer brütenden Intensität ausstatteten, versah Böcklin oft Bilder aus der klassischen Mythologie mit einem schrägen Humor. Eine seltsame Mischung aus Komik und Alptraum. Seine Arbeit war bei Surrealisten, wie Salvador Dalí sehr beliebt.

 

Zudem versuchte Arnold Böcklin sich in den 1850er Jahren an dem Stil des französischen Realismus, bevor er sich in die Renaissancetradition verliebte, besonders in die stilistischen Exzesse und Melodramen des Barock. Er kombinierte diese Einflüsse mit einem unreflektierten Katholizismus und einer skurrilen Ironie, die für die postmoderne Kunstkultur des späten 20. Jahrhunderts typisch ist.

 

Arnold Böcklin war einer der erfolgreichsten modernen Künstler des späten neunzehnten Jahrhunderts. Er nutze dazu die Technik seiner Zeit und produzierte in Masse. Böcklin gehört damit zu den ersten modernen Künstlern, die erfolgreich große Stückzahlen verkaufen konnte.

 

Arnold Böcklin starb am 16. Januar 1901 in Italien im Alter von 72 Jahren.

 

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