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Gemälde Originale
in verschiedenen Techniken
Für die Bemalung von Holz fand die Enkaustik oder die Temperatechnik
Anwendung. Bei der Enkaustik fungierte warmes Wachs als Bindemittel.
Die warme oder erkaltete Emulsion wurde anschließend mit Pinseln
oder Metallgeräten aufgetragen. Diese Technik ist zwar aufwändig,
allerdings erreicht man durch sie eine längere Haltbarkeit und
höheren Glanz der Farben. Bei der Temperatechnik hingegen werden
die Farbpigmente mit einem wasserlöslichen Stoff, beispielsweise
mit Ei, Öl bzw. Fett vermengt. Da Holz sehr leicht verwittert
bzw. sich nur unter bestimmten Bedingungen erhält, gibt es aus
kaum archäologische Zeugnisse dieser Anwendung.
Die Temperatechnik wird auch bei Stein angewandt. Moderne Versuche
haben gezeigt, dass man auf einer geglätteten Marmorfläche
den Pinsel sehr leicht führen kann und somit ein sehr gutes Malergebnis
erzielt. Auf rauen Oberflächen anderer Steinsorten, wie beispielsweise
Poros oder Kalkstein, mussten erst eine oder zuweilen auch mehrere
Lagen Stuck- oder Kreidegrund aufgebracht werden, um die Oberfläche
auszugleichen.
Auf Ton wurde meist mit brennfesten Erdfarben bzw. Tonschlicker gemalt,
in selteneren Fällen auch mit bunten Deckfarben. In diese Materialgruppe
fällt die große Menge der bemalten Keramik, auch Vasen
genannt, von italienisch: vaso - das Gefäß. Hierbei sind
die schwarz- und die rotfigurige Vasenmalerei zu unterschieden. Die
schwarzfigurige Malerei entwickelte sich in archaischer Zeit und wurde
als erste von den Korinthischen Werkstätten verwendet. Erst ab
der Mitte des 6. Jh. v. Chr. wurde Athen das führende Produktionszentrum
der schwarzfigurigen Vasen. Bei dieser Technik werden mit einem Pinsel
die ornamentalen und figürlichen Darstellungen mit schwarzem
Tonschlicker auf dem Gefäß aufgebracht. Die Binnengliederung
wurde mit einem spitzen Gerät anschließend eingeritzt.
Erst dann wurde das Gefäß zum Brand in den Ofen gestellt.
Die rotfigurige Technik kommt in Athen etwa um 530 v. Chr. auf und
verdrängt die schwarzfigurige Technik zunehmend. Hier wird nun
das umgekehrte Prinzip verfolgt. Das Gefäß wird mit schwarzem
Glanzton überzogen, wobei die Ornamente und Figuren ausgespart
bleiben. Die Binnenzeichnung kann somit gemalt werden, anstatt eingeritzt,
folglich ist eine weichere, organischere Körperwiedergabe der
Figuren möglich.
nach Wikipedia
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