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Kunsthandwerk Schmuck
Ursprünglich als Amulett und Talisman getragen, die Gefahren
abwenden oder Glück herbei führen sollten, diente Schmuck
im Laufe der Zeit den Menschen als Zierde an Körper und Kleidung
sowie zur Anhebung des Selbstwertgefühls. Gleichzeitig erfüllte
er in Form von Gürteln, Fibeln, Haarnadeln und mehr auch eine
praktische Funktion.
In Verbindung mit der Goldschmiedekunst, dem ältesten Metallhandwerk
der Welt (nachweislich seit dem 5. Jahrtausend v.u.Z.), entstanden
Schmuckgegenstände und Fassungen mit Edelsteinen und Perlen,
die mehr und mehr an Beliebtheit gewannen. So wurde es in Deutschland
gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Anlehnung an Italien sehr modern
Ringe, Armbänder und Anhänger in stattlicher Anzahl zu tragen.
Zudem gewannen Ohringe in dieser Zeit an Bedeutung und bereits im
17. Jahrhundert kam der einheitlich gestaltete Schmuck (Garnituren)
mit reich verzierten Hals- und Armbändern, Broschen und Ohrgehängen
auf.
Während des 18./19. Jahrhunderts besannen sich die Goldschmiede
auf antike und altorientalische Schmuckformen. Dieser Historismus
wurde durch den Jugendstil gebrochen, der bei der Herstellung von
Schmuck und Fassungen völlig neue Wege beschritt. Seit dem 20.
Jahrhundert finden v.a. Schmuckstücke aus der Produktion des
Kunsthandwerks breite Anerkennung.
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