Artikel:
Original Aquarelle - Aquarellmalerei
Originale Aquarell- oder auch Wasserfarben bestehen aus lichtechten,
zerriebenen sowie wasserlöslichen Pigmenten, die auf holzfreiem,
hellem Hadernpapier mittels Pinsel und Wasser zur Fertigung eines
Gemäldes aufgetragen werden. Dabei wird zwischen der lasierenden
(dünn aufgetragen) und der lavierenden (kolorierte Feder- oder
Bleistiftzeichnung) Aquarellmalerei unterschieden.
Bereits seit dem 2. Jahrhundert v.u.Z. in Ägypten bekannt, wurde
das Aquarell während des Mittelalters zunächst von Buchmalern,
dann von Illuministen zur Kolorierung von Holzschnitten genutzt. Im
16. Jahrhundert für Stamm- und Wappenbücher gebraucht, nutzte
Albrecht Dürer als erster Künstler das Aquarell für
seine herausragenden Landschaftsbilder, fand jedoch keine Nachahmung
unter seinesgleichen.
Erst im 17./18. Jahrhundert fand diese Form der Malerei unter vielen
Künstlern, oft in Verbindung mit anderen Techniken, Anklang und
verbreitete sich beeinflusst von dem englischen Maler Girtin (romantischer
Realismus) von Großbritannien nach Frankreich, Österreich
und Deutschland aus.
Obwohl von dem Maler Cézanne virtuos genutzt, verlor das original
Aquarell gegen Ende des 19. Jahrhunderts an Bedeutung und erst Expressionisten
des 20. Jahrhunderts, wie Emil Nolde und August Macke malten unter
Entwicklung eines neuen Stils wieder mit Aquarell.
|