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Pierre-Auguste
Renoir
LebenKindheit und JugendPierre-Auguste Renoir wurde als Kind einer Familie der Arbeiterklasse geboren. Sein Vater war Schneider und seine Mutter Zuschneiderin. Als Pierre-Auguste drei Jahre alt ist (1845), zieht die Familie nach Paris und findet Unterkunft in der Nähe des Louvre, der damals nicht nur Museum ist, sondern auch Büros und Wohnräume beherbergt. Mit 13 Jahren tritt Renoir eine Lehre als Porzellanmaler an. Bereits
mit 15 Jahren kann er das so gut, dass ihm die Manufaktur anspruchsvolle
Malarbeiten anvertraut, die sonst den erfahrenen Porzellanmalern vorbehalten
sind. Von seinem Lohn kann er eigenständig leben und sogar seine
Eltern unterstützen. Um diese Zeit setzen sich jedoch mechanische
Druckverfahren für Porzellan durch, und die Manufaktur muss schließen,
als er 17 Jahre alt ist. Renoir muss nun seinen Lebensunterhalt mit dem Bemalen von Fächern und Markisen und dem Kolorieren von Wappen bestreiten. Renoirs impressionistische Phase1861-1864 studiert Renoir Malerei in der Klasse des Schweizer Malers Charles Gleyre. Bald jedoch sucht er sich andere künstlerische Vorbilder als seinen Lehrer, nämlich Gustave Courbet und Diaz de la Pena, denen er zufällig bei der Malarbeit im Wald begegnet und die ihn ermuntern, stets nach dem Leben und dem Modell zu malen. Er schließt Freundschaft mit Claude
Monet, Alfred
Sisley und Frédéric
Bazille und malt mit ihnen gemeinsam im Freien. 1864 wird zum ersten
Mal ein Bild von ihm für den Pariser Salon, oft einfach nur Salon
genannt, angenommen; auch im Salon von 1868 ist er mit einem Bild vertreten.
Seine Erfahrungen im Freien wirken sich auch auf seine Atelierbilder aus.
Kritiker werden auf ihn aufmerksam und loben die Frische und Natürlichkeit
seiner Bilder. Trotzdem finden sich kaum Käufer. 1869 lebt er in solch bitterer Armut, dass er, wie er später selbst schreibt, nicht einmal jeden Tag etwas zu essen hat. 1870, im Deutsch-Französischen Krieg, meldet sich Renoir freiwillig zu einem Kavallerieregiment, hat jedoch das Glück, weit weg von den Kampfhandlungen stationiert zu werden. 1871, nach Paris zurückgekehrt, gerät er in den Aufstand der Pariser Kommune. Von den Kommunarden in die Wehrpflicht gezwungen, gerät er in dramatische Schwierigkeiten, als er aus Paris zu fliehen versucht und von den Truppen der Gegenseite gefangen genommen wird. Nach dem Krieg nimmt er bald wieder Kontakt zu seinen Freunden Monet und Sisley auf und verbringt in den Sommern der 1870er viel gemeinsame Zeit mit ihnen und mit Édouard Manet. Ein sehr bekanntes Gemälde von ihm aus jener Zeit zeigt die Familie Monet im Garten ihres Hauses in Argenteuil. Von Manet gibt es eine eigene Interpretation des gleichen Themas. Beide, Monet und Renoir, hatten ihre Staffeleien nebeneinander gestellt und die gleiche Szene gemalt. Renoir liebt es, gesellschaftliche Anlässe darzustellen und Lebensfreude in Bilder umzusetzen. Trotz der Bewegungen der dargestellten Personen wie bei "Tanz im Moulin de la Galette" und der Ausgelassenheit integriert er kleine Stilleben. Anders als Monet und die anderen Impressionisten bemüht sich Renoir weiterhin um die Aufnahme seiner Bilder in den Salon, beteiligt sich jedoch 1874 mit großem Enthusiasmus an der Vorbereitung und Durchführung der ersten Impressionisten-Ausstellung, ebenso an der Ausstellung von 1876. Es gelingt ihm, Bilder an die Kunsthändler Paul Durand-Ruel und
Père-Martin zu verkaufen. Durand-Ruel, ein großer Förderer
der Impressionisten, gibt ihm Geld, so dass er sich ein Atelier mieten
kann. Diese Einnahmen sind jedoch so knapp bemessen, dass sie gerade eben
ausreichen, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Seine finanzielle Situation wendet sich Mitte der 1870er Jahre zum Guten, als er den Zollbeamten Victor Cocquet und den Verleger Georges Carpentier kennenlernt und von ihnen Aufträge für Porträts und ein großes Tafelbild bekommt. Durch die Fürsprache der einflussreichen Madame Charpentier weitet sich sein Bekanntenkreis in der besseren Gesellschaft aus, und er bekommt in den folgenden Jahren so viele Porträtaufträge, dass sie ihm zeitweise sogar lästig werden. 1881 und 1882 unternimmt er drei große Reisen nach Algerien, nach Italien und wieder nach Algerien. 1882 porträtiert er in Palermo den Komponisten Richard Wagner. Die nachimpressionistische LebensphaseNach einem Aufenthalt 1881 in Italien, während dem er ein um 1400 verfasstes Handbuch für Maler liest, orientiert er sich an stark an Raffaels Fresken und an Jean-Auguste-Dominique Ingres, es beginnt die sogenannte "Ingres Periode" oder auch "trockene Periode". Renoir beginnt, sich von Grund auf neu zu orientieren, er wendet sich vom Spontanen ab und zeichnet die Formen schärfer, bleibt aber bei den Motiven voller Lebensfreude. Er wendet sich vom Impressionismus ab und dem Klassizismus zu: Jahrelang hat er sich hauptsächlich mit der Farbe beschäftigt, nun konzentriert er sich auf die Form. Um 1883 herum gerät er in eine schöpferische Krise. Beim Publikum
und bei der Kritik spürt er in jener Zeit laues Desinteresse, und
über sich selbst äußert er, dass er sich in einer künstlerischen
Sackgasse befindet. Die Arbeit jener Jahre kulminiert in dem Bild Die
großen Badenden von 1887, in das er Jahre an Vorstudien investiert
hat und das eine Fülle kunsthistorischer Zitate enthält. Im März 1885 schenkt ihm seine Geliebte Aline Charigot, die er Anfang der 1880er Jahre kennengelernt und die ihn nach Italien begleitet hatte, sein erstes Kind, einen Jungen. Ende der 1880er Jahre findet er wieder seine Freude an der Farbigkeit und am flüssigen, sinnlichen Malen. Seine Abkehr von seinem impressionistischen Malstil der 1870er Jahre bleibt jedoch endgültig. Um 1892 zeigen sich bei Renoir die ersten Anzeichen von Polyarthritis, einer rheumatischen Erkrankung. Damals wurde fälschlicherweise Gicht diagnostiziert. Er merkt durch mehrere Kuraufenthalte das es ihm im milden Mittelmeerklima besser geht und zieht 1907 endgültig nach "Les Collettes", einen Bauernhof in Cagnes-sur-Mer bei Nizza. Trotz seiner Krankheit malt er unaufhörlich. Renoir sitzt mittlerweile im Rollstuhl und lässt sich, nach eigenen Angaben, täglich den Pinsel an die Hand binden, da er ihn nicht mehr halten kann. Charakteristik von Renoirs LebenswerkRenoir ist möglicherweise der vielseitigste Künstler seiner Epoche. Als er 1919 stirbt, hinterlässt er eine Fülle von Landschaftsbildern, Stillleben, Porträts von Erwachsenen und Kindern, Aktbildern, Bildern vom Tanzvergnügen und vom Familienleben. Die sinnliche Heiterkeit seiner Bilder schlägt fast jeden Betrachter in Bann und ist wohl der wichtigste Grund für seine überaus große Popularität. Artikel Pierre-Auguste Renoir. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 11. Februar 2007, 06:58 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pierre-Auguste_Renoir&oldid=27660158 (Abgerufen: 26. Februar 2007, 18:15 UTC) |
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