Pop-Art
Pop-Art ist eine Kunstrichtung vor allem in der Malerei, die Mitte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts unabhängig voneinander in England und den USA entstand und in den 60er Jahren zur herrschenden künstlerischen Ausdrucksform aufstieg. Die Motive sind der Alltagskultur, der Welt des Konsums, den Massenmedien und der Werbung entnommen. Von den Künstlern wurde Pop-Art oft als Antikunst bezeichnet, die
sich dem Trivialen zugewandt hat. Der Popkünstler fordert die absolute
Realität, das heißt, dass alle Elemente rein, klar definierbare
Gegenstands-Elemente sein müssen. Die meisten Formen werden wie in
Comic-Heften mit schwarzen Linien umrandet. Oft sind die dargestellten
Gegenstände wie in einem Plakat ohne Tiefe, also flächig dargestellt.
Die Farben sind immer klar, es werden meistens nur die unbunten- und Primärfarben
angewendet. Banale Gegenstände des Alltags werden isoliert und entweder allein oder in Collagen der wie bei Wolf Vostell in Dé-coll/agen oder bei KP Brehmer in seinen Trivialgrafiken verfremdet und verarbeitet. Pop-Art ist eine Verknüpfung von Realität und Kunst, die mit eigenen abstrakten Mitteln hantiert. Schlagwörter : populär, verbrauchbar, billig, witzig, sexy, massenproduziert, spielerisch, verführerisch, auffallend Pop Art in den USA und EuropaIn den USA wurde Pop-Art als bewusste Abwehr von der Malerei des abstrakten Expressionismus verstanden. Aufgrund der künstlerischen Tradition der USA war die Pop-Art hier direkter und weniger theoretisch ausgerichtet als in Europa. Ein wichtiger Wegbereiter war Richard Lindner. Sehr bekannt sind die Flaggen-Bilder von Jasper Johns, die Materialobjekte von Robert Rauschenberg, die Siebdrucke von Andy Warhol, die Comic-Bilder von Roy Lichtenstein und die Gegenstands-Nachbildungen aus weichen Materialien von Claes Oldenburg oder die Riesenbilder von James Rosenquist. In Europa wurde die amerikanische Pop-Art in größerem Umfang erstmals 1968 auf der vierten Documenta in Kassel ausgestellt. Dort erwarb der Sammler Peter Ludwig große Werkblöcke, die später als Schenkung in das Kölner Museum Ludwig übergingen, wo sich noch heute die größte Sammlung von Pop-art außerhalb der USA befindet. In Hamburg lebt und arbeitet der Pop-Art Künstler pop.ac. Bekannte deutsche Vertreter der Pop-Art sind z.B. Werner Berges, Gernot Bubenik, Fritz Köthe und Kurt Schulzke. Artikel Pop-Art. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 14. Februar 2007, 17:21 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pop-Art&oldid=27827299 (Abgerufen: 26. Februar 2007, 18:12 UTC) |
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