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Geschichte der Fotografie
Fotografie ist das Resultat der Kombination einiger technischer Entdeckungen. Lange bevor die ersten Fotografien gemacht wurden, erfand Ibn Al-Haytham (Alhazen) (965-1040) die Kamera obscura und Lochblendenkamera. Albertus Magnus (1139-1238) entdeckte das Silbernitrat und Georges Fabricius (1516-1571) entdeckte das Silberchlorid. Daniel Barbaro beschrieb 1568 eine fotografische Blende. Wilhelm Homberg beschrieb, wie Licht einige Chemikalien (photochemischen Effekt) 1694 verdunkelte. Das Buch Giphantie (von Thiphaigne De La Roche, 1729-1774) beschrieb einen Vorgang, welcher als Fotografie gedeutet werden kann. Fotografie als praktikable Anwendung geht zurück auf die Zwanzigerjahre des neunzehnten Jahrhunderts mit der Entwicklung der chemischen Fotografie. Die erste dauerhafte Fotografie war ein Bild, das 1826 vom französischen Erfinder Nicéphore Niépce produziert wurde. Jedoch dauerte die Entwicklung des Bildes acht Stunden, also versuchte er einen neuen Prozeß zu finden. In Zusammenarbeit mit Louis Daguerre, experimentierte er mit den Silberverbindungen, die auf einer Entdeckung von Johann Heinrich Schultz 1724 basierten, daß eine Silber- und Kreidemischung sich verdunkelt, wenn sie belichted wird. Niépce starb 1833, aber Daguerre setzte die Arbeit fort die schließlich mit der Entwicklung der Daguerreotypie 1839 gekrönt wurde. Unterdessen hatte Herkules Florenz 1832 bereits sehr ähnliche Ergebnisse erreicht und dies Photographie genannt. William Fuchs Talbot hatte schon früher anderen Mittel entdeckt, ein silbernes Bild herzustellen, hatte es aber geheim gehalten. Nach Kenntnis der Erfindung Daguerres, verfeinerte Talbot seinen Prozeß, damit es schnell genug ging um Fotografien von Personen machen zu können. Um 1840 hatte Talbot die Kalotypie entwickelt, welche negative Bilder herstellte. John Herschel lieferte viele Beiträge zu den neuen Methoden. Er erfand die Cyanotypie, heute noch bekannt als "Blaupause". Er war der erste, der die Bezeichnungen "Fotografie", "Negativ" und "Positiv" verwendete. Er entdeckte eine Natriumthiosulfatlösung, welche als Lösungsmittel der Silberhalogenide diente und informierte 1839 Talbot und Daguerre über seine Entdeckung, die es ermöglichte Abbildungen "zu fixieren" und sie dauerhaft zu machen. Er stellte 1839 auch das erste Glasnegativ her. 1851 veröffentlichte Frederick Scott Archer seine Entdeckung des Kollodiumprozeßes mit naßer Platte in "The Chemist". Dies wurde der allgemein verwendete Prozeß zwischen 1852 und 1880, als die trockene Platte eingeführt wurde. Viele Fortschritte fanden noch im 19. Jahrhundert statt. 1884 entwickelte George Eastman die Technologie des Fotofilmes, um fotographische Platten zu ersetzen und diese Technologie ist bis heute in der sogenannten analogen Fotografie in Verwendung. Diese wird aber gerade mehr und mehr von der digitalen Fotografie abgelöst. Die digital gespeicherten Fotos sind dann auch ganz schnell zu einem Fotobuch verarbeitet, in dem Sie die Fotos von der letzen Reise zeigen. Unglaublich ist auch welch interessante Fotos man heute schon mit dem FotoHandy schiessen kann. Halten Sie doch mal auf einem Trödelmarkt Ausschau nach wertvollen alten Fotografien. Vielleicht haben Sie ja Glück. |
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